Josef Albers

„Die Quelle der Kunst ist die Diskrepanz zwischen physikalischem Tatbestand und psychologischem Effekt.“

„Systeme reichen nicht aus um das Kreative im Menschen zu wecken. Die Applikation von Regeln steht der schöpferischen Entfaltung entgegen.“

 

Albers war ein deutscher Maler und Kunstpädagoge und stammte ursprünglich aus Bottrop. Er begann seine Karriere mit einer Ausbildung zum Lehrer und wurde aber kurz danach von Künstlern wie Paul Cézanne, Henri Matisse und Piet Mondrian stark inspiriert. Es folgten dann Studien an der Königlichen Kunstschule in Berlin, dem Kunstgewerbemuseum in Essen, der Akademie der Bildenden Künste in Berlin und der Kunstakademie in München. Im Jahre 1920 tritt er dem Bauhaus bei, lernte unter anderem unter Johannes Itten, und arbeitete sich zur Rolle des stellvertretenden Direktors hoch, bis dann die Schule 1933 schließen musste. Albers und seine Frau Anni emigrierten nach USA.

 

Von 1933 bis 1949 war Albers als Lehrbeauftragter an dem Black Mountain College in North Carolina tätig und nahm in 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er genoss den Kontakt zu John Cage und Merce Cunningham, zwei weitere Lehrer des Black Mountain College. Zu den bekannteren Schülern gehörten Robert Rauschenberg, Donald Judd, Cy Twombly und John Chamberlain. Ab 1950 wurde er von der Kunstfakultät der Yale University beauftragt die Designabteilung zu leiten, wo er z.B. heutige Größen wie Richard Serra oder Eva Hesse unterrichtete. Als Gastdozent der Hochschule für Gestaltung in Ulm auf Bitte der Direktoren Max Bill und Otl Aicher konnte Albers nach dem Krieg erneut eine Lehrtätigkeit in Deutschland aufnehmen.

 

Nebenher war Albers ein höchst erfolgreicher Künstler und untersuchte hauptsächlich die Wechselwirkung von Farbe, Form und Fläche. Ihm gelang es so die Subjektivität des Betrachters durch den gewollten Einsatz der relativen Wahrnehmung und optischen Täuschungen vorzuführen. Seine bekannteste gemalte Bildserie sind die „Hommage to a Square“ Arbeiten. Albers erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrentitel und war der erste lebende Künstler, dem je eine Solo-Retrospektive im Metropolitan Museum of Art in New York gewidmet wurde.

 

 

Verfasst von: Lucas Liccini Visuelle Kommunikation SoSe 2014